Montag, 8. Juni 2015

Matschige Schuhe und unvergessliche Erinnerungen

So. Dann bringe ich euch mal wieder auf den neusten Stand!

In den letzten Wochen stand einiges an: Die Kunstaustellung und das Frühlingskonzert der Deutschen Schule; ein kleines Lese-Café, das Bennis Klasse veranstaltet hat und auch Laura's Geburtstag. Wir hatten einige richtige schöne Wochenenden, die wir auf Grund des Wetters (Regenzeit) eher gemütlich verbracht haben.

Seit letztem Freitag ist Laura wieder zu Besuch um ihre letzten zwei Wochen mit uns zu verbringen. Gleich am darauf folgenden Samstag machten wir uns zusammen mit Wiebke auf eine Tour in die Aberdares um eine Wanderung zu einem Wasserfall zu unternehmen. Morgens ging es früh los und nach einer 4-stündigen Autofahrt endlich angekommen erwartete uns die dschungelartige Landschaft. Begeistert vom vielen Grün und top motiviert starteten wir, doch schon nach wenigen Schritten wurde uns bewusst auf was wir uns wirklich eingelassen haben. Die nette kleine Wanderung wurde nämlich schon nach wenigen Metern zu einer sehr sehr matschigen Angelegenheit! Doch wir beschlossen, genau das als Abenteuer zu sehen und stürzten uns direkt rein: Im wahrsten Sinne des Wortes; so blieben Hosen und Schuhe nicht lange unversehrt.





Jeder Schritt musste gut bedacht sein, sonst stand man entweder Knöcheltief in einer Schlammpfütze oder man fiel direkt hinein. Hoch konzentriert passierten wir also die kleine Holzbrücke und kamen auch an anderen Hindernissen - wie mehrere cm breite Ameisenstraßen und fiese Brennnesseln - nicht unversehrt vorbei.


Hände wieder sauber; und weiter geht's zum Ziel!



Den Wasserfall ein bisschen bewundert, ein kleiner Snack zwischendurch und schon geht es auch wieder zurück, bevor es dunkel wird.


Und das war das Resultat einer einmaligen Wanderung! Wer braucht schon saubere Schuhe wenn man auch unvergessliche Erinnerungen haben kann :)



Am 1. Juni, dem kenianischen 'Madaraka-Tag' [es wird die volle Unabhängigkeit (seit 1963) gefeiert] entschlossen wir uns zu einem informativ-kreativ-kenianischem Ausflug zu den 'Bomas of Kenya' bei dem traditionelle Kultur durch einheimische Tänze und Musik; und durch nachgebaute Hütten vermittelt werden sollte. Für den ermogelten Resident-Preis von 100 KsH (1€) war die Show zwar ganz nett, aber doch eher eine Touristen-'Attraktion'. Die Tänzer sahen in der traditionellen Bekleidung mit passendem Körperschmuck eher verkleidet aus und die nachgebauten Unterkünfte der verschiedenen Stämme waren auch eher halbherzig dargestellt. Zum Glück gab es zum Abschluss noch ein typisches - bei mittlerweile schon heißbegehrtes - Chapati! So dass es im großen und ganzen doch ein sehr netter Feiertag war.










Und mit dem Ende meines Praktikums und der Verabschiedung vom Kindergarten-Team hat nun auch für mich die letzte Etappe meiner 'Kenia-Zeit' begonnen. Ich wurde mit vielen lieben Worten, einem 'Du bist jederzeit Willkommen' und wunderschönen Erinnerungsgeschenken geehrt und habe mich wahnsinnig gefreut eine so tolle Zeit im Kindergarten verbracht zu haben. Für mich war es eine sehr wichtige Erfahrung für meinen weiteren Weg und ich nehme sehr vieles aus dieser Zeit mit. Schon jetzt fiel es mir nicht leicht 'Kwa heri Kyra' ('Tschüss Kyra') zu lesen und diese Worte zu begreifen. Denn in einem Monat ist es tatsächlich schon so weit; Das sind immerhin nur noch 4 Wochen; und ab heute noch 25 Tage.