Am Montag den 23.03. ging es los. Nach einem super entspannten Flug, der - wer hätte das geglaubt - ohne Komplikationen verlief, wurde ich von meiner Gastfamilie (die schon am Vortag angereist war) am International Airport Cape Town abgeholt. Schon mit der Ankunft am Flughafen war für mich ein großer Schritt getan und ein weiteres Ziel erreicht und noch am selben Tag ging es das erste Mal an die Waterfront zum Abendessen - Tintenfisch natürlich. Frische Meeresluft und gutes Essen, was will man mehr?
Die drei darauf folgenden Tage habe ich mit meiner Gastfamilie in Franschhoek, in einem Ferienhaus, inmitten von Weinreben und umgeben von Weingütern, verbracht. Gleich am ersten morgen konnte ich den klaren wolkenlosen Himmel genießen, beste Wetterbedingungen für den geplanten Fallschirmsprung mit meiner Gastmutter. Gesagt, getan! Dort angekommen ging es, nach einer kurzen Einweisung, innerhalb von 20 Minuten mit einem kleinen Flugzeug auf eine Höhe von 9000ft. Der Absprung rückte näher.. Noch ein paar Photos zwischendurch und dann war es endlich soweit! In dem ca. 30 Sekunden langen freien Fall bekommt man eine Geschwindigkeit von über 150 km/h! Es war einfach nur unglaublich! Nach dem Adrenalinschub fliegt man dann ca. 10 Minuten mit dem Fallschirm bis zur sanften Landung im Sand. Ein Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann und jederzeit wieder tun würde!
..schon mal bei 150 km/h auf der Autobahn aus dem Fenster geschaut und ein hübsches Photo gemacht? Nein? Ich auch nicht! :D
Am Mittwoch wurde die Zeit für eine Wanderung am Franschhoek-Pass genutzt, bei der uns einiges über Flora und Fauna und die Geschichte der Umgebung erzählt wurde.
Donnerstags war es dann soweit; Nachdem ich mit meiner Gastfamilie die ehemalige Gefängnisinsel 'Robben Island' besichtigt hatte, auf der einst Nelson Mandela und viele Weitere (meist politisch engagierte) inhaftiert waren, checkte ich für die ersten Tage im Longstreet Backpackers ein, das - wie der Name schon sagt - direkt auf der Longstreet, der belebten 'Partymeile' der Stadt liegt.
Nach kurzen Bedenken, ob das alleine Reisen eine gute Idee war, knüpfte ich schnell neue Kontakte und hatte noch am gleichen Abend 3 Optionen für den nächsten Tag.
Die Entscheidung fiel auf die Wanderung zur Tafelbergspitze. Da es am Morgen zu bewölkt war kam es vorher noch zu einem spontanen 'Warmlaufen' durch Bo-Kaap, ein Viertel das durch seine farbenprächtigen Häuser bekannt und von den Kap-Malaien geprägt ist.
Ab 10 Uhr war der Himmel um einiges klarer, somit konnten wir unsere Bergbesteigung starten. Nach Umwegen, kleineren Päuschen und mit einem Gruppenmitglied mehr (ebenfalls eine Alleinreisende, die wir zu Beginn der Wanderung kennengelernt hatten) kamen wir nach ca. 2,5 Stunden endlich auf dem Gipfel an. Nach einer Weile Aufenthalt und etlichen Photos später beschlossen wir den Rückweg anzutreten. Die Tafelberg-Gondel war hierbei keine Option, da sie aufgrund schlechter Windverhältnisse geschlossen war. Also folgte erneut ein Fußmarsch von ca. 1,5 Stunden. Stolz am Fuß des Berges angekommen konnten wir die Gondelbahn beobachten - in Betrieb! Wir fühlten uns doch ein wenig - man kann es nicht anders sagen - verarscht. Trotz aller Anstrengung war es ein super Tag!
Meinen ersten Samstag Mittag habe ich auf dem Neighbour Goods Market in der Old Biscuit Mill (Salt River) verbracht. Spontan ging es wieder mit ein paar anderen Backpackern aus dem Hostel auf diesen Feinschmecker Markt auf dem Gelände einer ehemaligen Keksfabrik. Hier ist vor allem für reichlich gutes Essen aber auch für einige Stände mit Designerwaren gesorgt.
Am Nachmittag habe ich mich einer Gruppe angeschlossen, die für den Sonnenuntergang auf den Lion's Head gewandert ist. Während ich mich auf dem Weg fragte warum ich das mit meinem Muskelkater überhaupt tue, gab es auf der Spitze des Berges keine Reue. Einen Wahnsinns Ausblick, einen wunderschönen Sonnenuntergang und Kapstadt bei Nacht! Unglaublich. Ein Ausflug, den ich in meinen verbleibenden 2 Wochen definitiv wiederholen werde!


















